Hausmittel:

Gerne möchte ich auf einige Hausmittel verweisen, die häufig, wenn auch nicht immer, den Einsatz von Medikamenten überflüssig machen können oder ihn zumindest positiv unterstützen.

Hinweis: Ich kann leider keine Verantwortung für die Wirkung der hier zusammengestellten Mittel übernehmen. Im Zweifelsfalle ist es immer günstiger, einen Arzt aufzusuchen!

Die heißen 3 bei Erkältung und Grippe

Legen Sie Ihr Bett mit Handtüchern aus und holen sich schon mal mind. eine zweite Decke. Bereiten Sie das Bett so vor, dass Sie sich nur noch hineinlegen müssen! Bereiten Sie einen klaren Schnaps (ein Schnapsglas voll) mit Zimt in einem kleinen Topf vor, so dass Sie ihn nur noch kurz erwärmen/aufkochen müssen. Dann lassen Sie etwas heißes Wasser in die Badewanne ein. Wenn die Wanne circa 5-10cm hoch mit Wasser gefüllt ist, legen Sie sich mit in die Wanne, während das Wasser weiter einläuft. Stellen Sie die Temperatur des Wassers so ein, dass Sie es gerade noch aushalten. Sie sollten dann bis zum Hals im Wasser liegen. Das Wasser abstellen. Nun bleiben Sie so lange ruhig im Wasser, bis Sie merken (nach ca. 5-10 Min.), dass der Herzschlag schneller wird. Dann das Wasser wieder ablassen, während man aber immer noch in der Wanne liegen bleibt! Erst wenn das Wasser zur Hälfte oder ganz ausgelaufen ist, die Badewanne verlassen. Schnell den heißen Schnaps mit Zimt trinken. Dann sofort mit einer Wasserflasche dabei ins Bett verschwinden. Bitte decken Sie sich bis zur Nasenspitze zu. Keine Fingerspitze, keine Zehe nichts darf rausschauen unter den Decken. Trinken Sie viel! Es ist sicher nicht einfach so schwitzend unter der Decke zu bleiben, aber denken Sie daran am nächsten Tag wir alles viel besser sein, wenn nicht sogar wieder in Ordnung!

 

gelbes Senfmehl Fußbad bei beginnender Erkältung:

 
Senf ist ein vielseitigsten Hausmittel. Die scharfen ätherischen Öle regen die Durchblutung an, desinfizieren und lösen Schleim und Krämpfe. In Form von Fußbädern hilft Senfmehl gegen beginnende Erkältungen und Kopfschmerzen. Als Auflage hat es sich bei Husten, Schnupfen und Bronchitis sowie bei Nebenhöhlen- und Stirnhöhlenentzündungen bewährt. Vorsicht bei Allergien und Herzerkrankungen, sowie empfindlicher Haut!!! Augen und Schleimhautkontakt vermeiden.
 
Anwendung: Für das Fußbad eine große Schüssel oder einen Eimer mit etwa 38 Grad heißem Wasser füllen (nicht zu heiß, sons geht die Wirkung des Senfmehl verloren) und zwei Esslöffel Senfmehl einrühren. Beide Beine ins Wasser stellen und zehn Minuten baden, dabei immer wieder mit warmen Wasser aufsteigend nachfüllen, damit die Temperatur konstant bleibt. Brennt es zu stark oder wird die Haut rot, das Bad beenden. Anschließend die Füße mit klarem Wasser abspülen, eincremen und warme Socken anziehen. Um den Körper dann zu unterstützen, ist es von Vorteil ein kleines Schläfchen einzulegen.

 

Ohrenschmerzen

Olivenöl:
Ein altbewährtes Mittel gegen Mittelohrentzündung, vor allem bei Kindern: Etwas Olivenöl (kaltgepresst) in der Hand erwärmen. Ein Wattestäbchen ins Öl tauchen, und das Ohr damit ausputzen. Es soll etwas Olivenöl im Ohr verbleiben. Die Schmerzen lassen schon nach einigen Minuten nach.

Kartoffelwickel:
Gekochte, verdrückte Kartoffeln so heiß wie möglich in ein Taschentuch wickeln und ans Ohr halten. Öfters wiederholen.

Zwiebelwickel:
Zwiebel in Würfel kleinhacken, in ein Taschentuch legen, vielleicht noch ein bisschen zerdrücken bis sich der Saft im Tuch festsetzt und dann aufs Ohr legen (ca. 30 Minuten).

 

Halsschmerzen

Schmalzwickel:
In einer Pfanne wird Schmalz erhitzt, aber es kann auch Öl verwendet werden. Mit dieser heißen Masse wird ein Leinentuch getränkt und so heiß wie möglich um den Hals gelegt, mit einem Wollschal abdecken und die Nacht über wirken lassen. Zusätzlich mehrmals am Tage mit einer Kochsalzlösung gurgeln - 1 Teelöffel Salz auf ein Glas lauwarmes Wasser. Am besten im Wechsel mit Salbeitee.

Gurgeln mit Salzwasser - einfach und effektiv:
Bei Heiserkeit und schmerzendem Hals hilft das Gurgeln mit Salzwasser. Dafür löst man einen schwach gehäuften Teelöffel Kochsalz in einem Glas lauwarmem Wasser auf und gurgelt damit mehrmals täglich. Eine Infektion kann durch die antiseptische und reinigende Wirkung des Salzes gebremst werden.

Apfelessig und Honig - eine gute Kombination:
Man nehme ein Glas warmes Wasser, zwei Esslöffel Apfelessig und einen Teelöffel Honig - fertig ist eine Mixtur gegen lästige Halsschmerzen. Bereits Hippokrates, der Urvater aller Ärzte, empfahl Essigbehandlungen bei Erkältungskrankheiten. Apfelessig wirkt antiseptisch und adstringierend, das heißt, er zieht die Rachenschleimhaut zusammen, macht sie widerstandsfähiger und befreit sie von Keimen. Der Honig ergänzt die Wirkung. Auch er wirkt antiseptisch und beruhigt die gereizte Rachenschleimhaut. Die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs werden jedoch bei Temperaturen über 35 Grad Celsius zerstört, darum sollte man die Apfelessig-Honig-Mischung nicht zu heiß trinken.

Heiße Kartoffel- und kalte Quark-Wickel:
Wickel werden seit eh und je zur Behandlung unterschiedlichster Zipperlein angewendet. Bei Halsschmerzen helfen am besten kalte Quark- beziehungsweise warme Kartoffelwickel. Richtig angewendet haben beide einen entzündungs- und schmerzlindernden Effekt. Mit dem warmen Wickel um den Hals sollten Sie schnurstracks ins Bett gehen, damit sich die feuchte Wärme entwickeln kann.
Für die Quarkwickel werden 250 Gramm Quark (Zimmertemperatur) auf ein Leinen- oder Baumwolltuch verteilt. Am besten benutzt man ein sehr dünnes Tuch, damit der Quark mit dem Hals in Berührung kommt. Dann wird das Tuch zu einem Schal gefaltet, um den Hals gelegt und mit einem Wollschal fixiert. Auch für Kartoffelwickel benutzt man ein Tuch aus Naturfasern (zum Beispiel ein Geschirrtuch). Vier bis fünf Pellkartoffeln werden nebeneinander auf das Tuch gelegt und leicht zerdrückt. Wie bei dem Quarkwickel wird dann ein Schal gewickelt, über den ein Wollschal gebunden wird. Achten Sie darauf, dass der Wickel nicht zu heiß ist! Das Kartoffelinnere ist sehr viel heißer als die Oberfläche.

 

Husten

Brustwickel mit Quark:
Anwendungsmöglichkeit: Infekt der Atemwege: entkrampfend, schleimlösend, hustenstillend. Vorgehensweise: Eine feine alte Baumwollwindel einmal falten und 50 -100 g frischen Magerquark - im Wasserbad auf Körpertemperatur erwärmt - 1 cm dick darauf streichen (ca. 10 cm hoch), so dass die Quarkfläche den Brustkorb umschließt. Anschließend die Quarkoberfläche mit der restlichen Windelfläche (oder einer zweiten Baumwollwindel) dünn abdecken und zügig auf die Brust Ihres Kindes legen. Danach den Oberkörper in ein längsgefaltetes Frotteetuch wickeln. Decken Sie Ihr Kind mit einer Wolldecke fest zu. Dauer: Der Wickel kann mindestens eine Stunde, aber auch die ganze Nacht liegen bleiben. Wird er als unangenehm empfunden, oder friert Ihr Kind darin, sofort abnehmen.

Schwarzer-Rettich-Hustensaft:
Anwendungsmöglichkeit = Reizhusten schleimlösend, bakteriostatisch. Vorgehensweise: Kopf des Schwarzen Rettichs als 'Deckel' herunter schneiden, Rettich aushöhlen und mit 5 - 10 EL Honig auffüllen. Deckel wieder aufsetzen und 1½ Stunden stehen lassen. Der Honig im Rettich verwandelt sich in Hustensaft. Die Flüssigkeit in ein Gefäß geben und kühl stellen. Dosierung: Kinder ab 2 Jahren: 4 x 1-3 Teelöffel.

Zwiebelhustensaft:
Zwiebeln werden eine antibakterielle, stärkende, schleimlösende und harntreibende Wirkung nachgesagt und sollen sehr gut helfen. (nicht für Diabetiker) 500 Gramm Zwiebeln schälen, zerkleinern und gemeinsam mit 30 Gramm Kandiszucker in einen Topf geben, mit 1 Liter Wasser erhitzen und circa drei Stunden bei kleiner Hitze ziehen lassen. Danach die Masse durch ein Sieb geben und erkalten lassen und abschließend 80 Gramm Honig hinzufügen. Den Hustensaft in einer dunklen, verschließbaren Flasche aufheben. Bei akutem Husten sollten über den Tag verteilt bis zu fünf Esslöffel leicht erwärmter Zwiebelhustensaft eingenommen werden.

 

Teebaumöl

Die Wirkung ist antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend, wirkt gegen Pilze, desinfiziert einfach alles und jeden. Bei Wundsein von Babies ca. 3-4 Tropfen auf ca. 100ml Wasser mit einem kleinen Schuss Sahne geben, den wunden Po damit abtupfen, an der Luft trocknen lassen. Das bei jedem Wickeln, in längstens 2 Tagen ist die Sache erledigt. Auf kleinere Wunden trage ich es pur und direkt auf, bei größeren Sachen kommt es auf die Wundauflage oder wird in die Creme gemischt. Man kann bei Halsschmerzen, Zahnfleischproblemen oder Mundgeruch damit gurgeln, es bei Schuppen oder fettiger Kopfhaut ins Shampoo mischen, ein Fußbad damit nehmen, und und und... Auch Herpesbläschen an der Lippe lassen sich prima damit betupfen. Einzige Vorsichtsmaßnahme: Wie bei allen ätherischen Ölen besteht eine Allergiegefahr, die ich pers. jedoch für äußerst unwahrscheinlich halte. Darum vorher testen, am besten in der Armbeuge. Und bei Säuglingen nicht pur anwenden, sondern nur wie oben beschrieben mit Wasser und Sahne verdünnt.

Globuli Arnica C200

Bei kleineren Verletzungen, Schmerzen durch Quetschungen hilft neben der Wundversorgung einem Kind ein paar Globuli Arnica C200 zu geben. Die Kinder erhalten je nach Verletzung 5-10 Stück auf einen Teller und sollen diese nacheinander einzeln lutschen. Sie könne auch mehr erhalten. Die Schmerzen sind seitdem viel früher weg, die Wundversorgung besser, und auch die Heilung! Ich bin wirklich verblüfft und habe dieses Mittelchen mittlerweile neben den Pflastern liegen.

Heiße Hühnersuppe

Forscher fanden heraus, dass Inhaltsstoffe der Hühnersuppe antibakteriell wirken und Infekte der oberen Atemwege (Nebenhöhlenentzündung und Schnupfen ) hemmen. Die heiße Suppe erhöht außerdem die Körpertemperatur und lindert Gliederschmerzen. Nur die selbst gekochte Hühnersuppe hilft wirklich, Fertigprodukte haben nach Erkenntnis der amerikanischen Forscher einen viel schwächeren Effekt. Das Rezept: ein Suppenhuhn mit Suppengemüse (Lauch, Sellerie, Karotten, Petersilie), Lorbeerblättern und Wacholderbeeren in Gemüsebrühe erhitzen und 1 ½ Stunden köcheln lassen. Suppennudeln abkochen, mit klein geschnittenem Hühnerfleisch in der Brühe servieren. Mindestens zwei Teller am Tag essen.

Kohl gegen Gelenkerkrankungen

Mit frischen Kohlblättern rückten unsere Großmütter Rheuma, Gicht und Hexenschuss zu Leibe. Wirsing und Weißkohl haben sich in der Anwendung besonders gut bewährt. Aber Vorsicht: Die Blätter dürfen nie auf offene Wunden gelegt werden.

Meersalz gegen Schnupfen

Bei diesem Wickel ist wichtig, dass nur echtes Meersalz - ohne chemische Zusätze - verwandt wird. 1 bis 2 Esslöffel auf 1 Liter Wasser sind ausreichend. Die Wickel wirken durchblutungsanregend und entzündungshemmend. Besonders geeignet sind sie für Menschen mit Neigung zu Allergien.

Essigsocken gegen Fieber

Relativ bekannt sind Wadenwickel bei Fieber. Anstelle der Wickel kann man auch einfach Socken verwenden, die man zuvor in kaltes Essigwasser getaucht hat. Über die nassen Socken werden dann längere, trockene Strümpfe gezogen. Bei Bedarf kann diese Behandlung zwei- bis dreimal wiederholt werden.

Quark kann Kopfschmerz vertreiben

Kalter Quark wirkt gegen Entzündungen und Kopfschmerzen. Ideal ist es, den Quark auf eine Kompresse aufzutragen, damit nur eine hauchdünne Schicht zwischen ihm und der Haut liegt.

Heilpraktikerin

Michaela Wanger


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